Melancholisches

Mein starker, alter Baum

Geliebter starker, alter Baum
Warum merkte ich es kaum,
Daß aus dir die Kraft verloren ging.
Hoffte ich noch viele Tage
Von deinem Schatten wohl beschützt,
genießen können, ohne Frage,
daß du das Leben für mich bist.
Du ließest braune Blätter fallen,
ganz leise sanken sie dahin.
Obwohl, du warst mir doch von allen
der stärkste Baum. Wo ist der Sinn?
Grau drückte Nebel deine Krone
Die Kälte stieg von unten hoch.
Dann kam die Zeit, und du standst ohne
Kraft dem Winde zugeneigt.

Blätter fallen.....

Blätter fielen von den Bäumen
und dann kam die dunkle Zeit
nichts blieb übrig mehr zum Träumen
du warst nah und doch so weit
fragt mich nicht wie ich mich fühle
voller Trauer ist mein Herz
Feuer ist in meiner Seele
doch ich schaue himmelwärts
hoff´ ich doch du bist dort oben
und du schaust auf mich herab
nicht nur wenn die Winde toben
und ich steh´ an deinem Grab
seit du bist von mir gegangen
fiel ich in ein tiefes Loch
falle täglich immer weiter
komm´ ich jemals wieder hoch?

Frage an den Mond

Dunkelheit in meinem Zimmer
warum schaut der Mond herein
sieht er nicht das Bett dort drüben
in dem ich schlafe ganz allein.
Guter Mond möcht` ich ihn fragen
suchst du meinen Liebsten hier
er ist doch bei dir dort oben
und schon lang` nicht mehr bei mir.

Blutroter Ball

Schau dir die Sonne an
ein glutroter Ball
ich möchte nicht dass er ins Meer fällt
ich möchte mit ihm spielen.

Sylter Erinnerung

 
1 Im weissem Sand
am langen Strand
bin ich mit dir gegangen
du hieltest meine Hand ganz fest
was konnt` ich noch verlangen.
2 Im weißen Sand
am langen Strand
vier Füsse konnt man seh`n
die tief im Sande eingedrückt
nun zueinandersteh`n.
3 Im weißen Sand
am langen Strand
die Wellen sind gekommen
sie haben den Abdruck weggewischt
und mir Erinnerung genommen.
4 Zum weißen Sand
zum langen Strand
bin ich zurückgekommen
zwei Füsse gehen einsam hier
mein Herz das ist beklommen.
5 Beim weißen Sand
Beim langen Strand
wo sind da deine Hände
die mich so zärtlich hab`n berührt
als gäb`es nie ein Ende.

Ohne Antwort

Ist es möglich, daß du fortgegangen
Ohne Wiedersehen zu sagen
Mein Verstand ist ganz gefangen
von den vielen, vielen Fragen
die ich hätt` dir gern gestellt
eben noch in dieser Welt.

Ich kann`s nicht mehr

Ich möchte weinen
Weil du blass aussiehst
Ich möchte weinen
Weil du müde bist
Ich möchte weinen
Weil der Schmerz dich quält
Ich möchte weinen
Weil jede Stunde zählt
Ich möchte weinen
Und kann es nicht...

Angst

Augen sehen dich sitzen, mutlos
Ohren hören deine Klagen, lautlos
Nase riecht Krankheit, geruchlos
Füsse eilen zu helfen, ergebnislos
Hände möchten dich streicheln.

Lähmende Stille

Schlafe doch endlich, sage ich zu mir
doch ich kann nicht
eine lähmende Stille ist hier
dein Atmen fehlt
dein Bett ist leer...

Kann nicht vergessen

Wie kann ich vergessen das Rauschen des Meeres
das langsame Eintauchen der Sonne am Horizont
den strahlenden Mond am dunklen Abendhimmel
denn du warst bei mir.

Mein Leben

Durch meine Krone streift der Wind
mit brausendem Getöse
er bricht mir kleine Zweige ab
ich bin ihm nicht mal böse
doch als er dann zu kräftig bläst
und nicht mehr von mir läßt
mich rüttelt packt vornüber beugt
da fang ich an zu beben
ich halt mich mit den Wurzeln fest
und denk es ist m e i n Leben.


Deine Nähe

Rot wie der Abendhimmel
ward mein Gesicht wenn ich dich sah
mich durchzogen Blitze
wenn ich in deiner Nähe war
der Sturm ließ mich erbeben
bis endlich kam der Regen
so sanft so schön so klar.

Wassertropfen rinnen

Leise fällt der Regen
aus den dunklen Wolken
die Vögel in den Zweigen
schütteln ihr Gefieder
und zwitschern als ob es nichts
Schön`res gäbe.
Die Wassertropfen rinnen
an meinem Fenster herunter
und sammeln sich zu großen Rinnsalen.
Warum ist meine Wange feucht?

Frage an den Mond

Dunkelheit in meinem Zimmer
warum schaut der Mond herein
sieht er nicht das Bett dort drüben
in dem ich schlafe ganz allein.
Guter Mond möcht` ich ihn fragen
suchst du meinen Liebsten hier
er ist doch bei dir dort oben
und schon lang` nicht mehr bei mir.

Versteckte Tränen

Die Sonne versinkt am Himmel
und taucht geräuschlos ins Meer
ich stehe am Ufer und schaue
mit leeren Augen daher.
Die Wellen schlagen und spritzen
mir die Gischt ins Gesicht
ich bleibe stehen und heule
hier sieht man meine Tränen nicht.
Sollt` mich nachher jemand fragen
hast du Tränen im Gesicht
werde ich ganz tapfer sagen
nein, es war doch nur die Gischt.

Nur ein Wunsch

Da, eine Sternschnuppe!
Ob ich mir etwas wünschen darf?
Und da noch eine!
Aber ich hab` doch nur e i n e n Wunsch!