Geschichten

Eine lustige Geschichte

die ich selbst mit HTML editiert habe

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zu einer Urlaubsgeschichte

November

Morgennebel löst sich von den Wiesen, dessen Gras bereits winterlich graugrün erscheint. Er schwebt wie weisse Watte sanft und leise immer höher immer höher. Über meinem Kopf hinweg flattern rabenschwarze Krähen, die kreischend im nahenden Dunst verschwinden. Ob sie mich warnen wollen, nicht in ihr Reich einzudringen? Langsam setze ich einen Fuß vor den anderen und meine Füße geniessen den durch die Nässe weichen Boden des Feldweges, der meine flachen, braunen Leder- schuhe bei jedem Schritt ansaugt und wieder loslässt, ansaugt und wieder loslässt.
Noch ist der Nebel durchsichtig, doch auf einmal habe ich den Saum des weissen Federbettes erreicht, das sich hier geheimnisvoll von der Erde bis zum Himmel auftürmt. Ich spüre kein Hindernis, lautlos bin ich hineingetaucht in das undurchsichtige Weiss und kann keine fünf Meter weit mehr sehen. Wie geborgen ich mich plötzlich fühle, trotz der kühlen Feuchtigkeit die meine Haut berührt. Nebel streichelt meine Haare, gleitet sanft über meine Wangen, legt sich kühlend auf meinen Mund. Für einen kleinen Augenblick bleibe ich stehen, strecke meine blossen Hände dem Nichts entgegen. Augenblick bleibe ich stehen, strecke meine blossen Hände dem Nichts entgegen. Verharrend, auf was? Dem Nichts? Obwohl der weiche Lehmboden noch immer bei jedem Schritt meine Schuhe, die durch den grauen Matsch wie eine Zentnerlast an meinen Füssen hängen, festhalten möchte, stampfe ich durch die Nebelwand, glücklich, zufrieden. Warum? Weil ich die Zärtlichkeit des Nebels verspürte, der mich durch nicht sehen können zum Fühlen zwang.